
🌿 Pflanzen im Sälenfjällen
Die Sälenfjällen verfügen über eine vielfältige Flora, die die unterschiedlichen
Lebensräume des Gebiets widerspiegelt. Hier treffen Nadelwälder, Bergbirkenwälder,
Moore, traditionelle Almweiden und die niedrigalpine Fjällheide aufeinander.
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Pflanzen, die in den Sälenfjällen
nachgewiesen wurden oder für das Gebiet charakteristisch sind. Für mehrere
dieser Arten gilt: „Anschauen, aber nicht anfassen.“
Lesen Sie mehr über das Jedermannsrecht!!!
🌲 Das Jedermannsrecht im Überblick
Das Jedermannsrecht gibt jedem das Recht, sich in der Natur
aufzuhalten, auch auf Privatgrundstücken, verbunden mit der Pflicht,
Rücksicht auf die Natur, Tiere und andere Menschen zu nehmen.
- 🚶 Wandern, Rad fahren und Ski fahren in der Natur,
solange Sie niemanden stören und nichts beschädigen. - 🏕️ Zelten für eine oder mehrere Nächte an einem geeigneten
Ort, weit entfernt von Wohnhäusern und ohne den Grundeigentümer zu stören. - 🍓 Wildbeeren, Pilze und Blumen sammeln, sofern diese
nicht geschützt sind. In Naturschutzgebieten und anderen geschützten
Gebieten können besondere Regeln gelten. - 🔥 Feuer machen nur, wenn dies sicher und erlaubt ist.
Während eines Feuerverbots und in bestimmten Schutzgebieten kann das
Feuermachen verboten sein. - 🚫 Sie dürfen keinen Müll hinterlassen, die Natur beschädigen,
Bewohner stören oder Privatgärten bzw. den unmittelbaren Bereich von
Wohnhäusern betreten. - 🐕 Hunde in den Sälenfjällen: Zwischen dem 1. März und
dem 20. August muss der Hund angeleint sein oder so eng kontrolliert werden,
dass dies einer unsichtbaren Leine entspricht. Zu anderen Zeiten darf der
Hund nur frei laufen, wenn Sie ihn vollständig unter Kontrolle haben und
verhindern, dass er Wild jagt oder stört. In Naturschutzgebieten kann
ganzjährig Leinenpflicht gelten – prüfen Sie daher immer die örtlichen
Vorschriften.
Die Grundregel:
Nicht stören – nichts zerstören.
🌿 Bitte beachten:
In Naturschutzgebieten und anderen geschützten Gebieten in den Sälenfjällen
können besondere Vorschriften gelten, die das Jedermannsrecht einschränken.
Prüfen Sie immer die aktuellen örtlichen Bestimmungen, bevor Sie zelten,
Feuer machen oder Pflanzen sammeln.
🌱 Zweikeimblättrige Pflanzen, Gehölze und Nadelgewächse (eine Auswahl)
| Bild | Pflanze | Lebensraum & Vorkommen | Merkmale & Blüte | Verwendung & Ernte |
|---|---|---|---|---|
![]() |
Bergbirke Betula pubescens ssp. czerepanovii |
Bergbirkenwälder und Berghänge
⭐⭐⭐ 3/5 |
Mai–Juni Eine niedrige und oft krumm gewachsene Birke mit einer Wuchsform, die an Wind, Schnee und eine kurze Vegetationsperiode angepasst ist. Die Bergbirkenwälder haben in den Sälenfjällen eine relativ begrenzte Verbreitung, kommen aber unter anderem auf Storfjället und Stor-Närfjället vor. |
🌿 Traditionelle Verwendung Birkensaft und junge Blätter wurden traditionell verwendet. |
![]() |
Fichte Picea abies |
Nadelwälder, Hänge und feuchtere Waldgebiete
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 |
Mai–Juni Nadelbaum. Einer der dominierenden Nadelbäume im Gebiet um Sälen. Erkennbar an den kurzen Nadeln und den hängenden Zapfen. |
🌿 Traditionelle Verwendung Junge Fichtentriebe wurden traditionell für Speisen und Getränke verwendet. |
![]() |
Waldkiefer Pinus sylvestris |
Trockene und nährstoffarme Nadelwälder, Heiden und Hänge
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 |
Mai–Juni Nadelbaum. Einer der häufigsten Bäume in den Wäldern rund um Sälen. Erkennbar am rötlichen oberen Teil des Stammes und an den paarweise angeordneten Nadeln. |
🌿 Traditionelle Verwendung Junge Triebe und andere Pflanzenteile wurden traditionell verwendet. |
![]() |
Eberesche Sorbus aucuparia |
Wälder, Bergbirkenwälder und offene Flächen
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Juni–Juli Kleiner Baum mit weißen Blüten und Büscheln orangefarbener oder roter Beeren im Spätsommer und Herbst. |
🫐 Essbar Die Beeren reifen gewöhnlich von August bis Oktober und werden hauptsächlich für Marmelade, Gelee und andere Zubereitungen verwendet. |
![]() |
Wacholder Juniperus communis |
Trockene Wälder, Heiden und offene Flächen
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
April–Juni Immergrüne Nadelpflanze mit spitzen Nadeln und reifen blau-schwarzen Wacholderbeeren. |
🌿 Traditionelle Verwendung Reife Wacholderbeeren werden als Gewürz verwendet. Die Ernte sollte sparsam erfolgen. |
![]() |
Zwergbirke Betula nana |
Bergheiden, Moore und feuchte Gebiete
⭐⭐⭐ 3/5 |
Mai–Juni Niedrig wachsende Birkenart mit kleinen, fast runden Blättern. Kommt vor allem auf den schneereicheren Bergheiden vor. |
|
![]() |
Kriechazalee Loiseleuria procumbens |
Wind ausgesetzte und offene Bergheiden
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Juni–Juli Niedrig wachsender, kriechender Zwergstrauch, der gut an Wind, Kälte und eine dünne Schneedecke angepasst ist. Eine charakteristische Pflanze der wind ausgesetzten Bergheiden. |
|
![]() |
Alpen-Bärentraube Arctous alpina |
Offene und wind ausgesetzte Bergheiden
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Juni–Juli Niedrige Bergpflanze, die zur typischen Bergheide mit Krähenbeere gehört. Die Blätter färben sich im Herbst oft wunderschön rot. |
🫐 Beeren Die Beeren kommen vor, werden aber normalerweise nicht in größeren Mengen gesammelt. |
![]() |
Krähenbeere Empetrum nigrum |
Bergheiden, Moore und nährstoffarme Waldgebiete
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 |
April–Juni Eine der häufigsten Zwergsträucher auf den offenen Bergheiden der Sälenfjällen. Erkennbar an den kleinen nadelartigen Blättern und schwarzen Beeren. |
🫐 Essbar Die Beeren reifen im Spätsommer und Herbst und können als Lebensmittel verwendet werden. |
![]() |
Preiselbeere Vaccinium vitis-idaea |
Trockene Nadelwälder, Heiden und Berggebiete
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Mai–Juni Niedriger immergrüner Zwergstrauch mit weißen oder rosafarbenen Blüten und roten Beeren. In Berggebieten wächst er häufig an etwas geschützteren Standorten. |
🫐 Essbar Gewöhnlich August–September. |
![]() |
Lappländische Glockenheide Phyllodoce caerulea |
Heidelbeerheiden und offene Berggebiete
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–Juli Niedriger Bergheidestrauch mit kleinen immergrünen Blättern und rosafarbenen bis bläulichen glockenförmigen Blüten. Gehört zu der Vegetation, die auf den schneereicheren Bergheiden vorkommen kann. |
|
![]() |
Heidelbeere Vaccinium myrtillus |
Nadelwälder, Bergbirkenwälder und Bergheiden
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Mai–Juni Niedriger Zwergstrauch mit grünen, kantigen Stängeln und blauen Beeren. In Berggebieten gedeiht er vor allem an geschützteren und schneereichen Standorten. |
🫐 Essbar Gewöhnlich Juli–September. |
![]() |
Moltebeere Rubus chamaemorus |
Moore, Sümpfe und sehr feuchte Gebiete
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Juni–Juli Auf die weißen Blüten folgen die charakteristischen orangegelben Beeren. Die Moltebeere ist eine bekannte Pflanze in den Mooren der Sälenfjällen. |
🫐 Essbar Gewöhnlich Juli–August, abhängig von Schneeschmelze und Wetter. |
![]() |
Rosmarinheide Andromeda polifolia |
Moorige und sehr feuchte Gebiete
⭐⭐⭐ 3/5 |
Mai–Juli Kleine immergrüne Zwergpflanze mit schmalen Blättern und rosa oder weißen glockenförmigen Blüten. Sie ist am Sälfjället dokumentiert. |
|
![]() |
Kriechweide Salix repens |
Feuchte Heiden, Moorränder und offene Flächen
⭐⭐ 2/5 |
Mai–Juni Niedrig wachsende Weide, die sich dicht am Boden ausbreitet. Die Art ist in Sälen besonders interessant, da das Gebiet laut der lokalen Florabeschreibung nahe ihrer nördlichen Verbreitungsgrenze liegt. |
|
![]() |
Nördlicher Eisenhut Aconitum septentrionale |
Bachtäler, feuchte Wälder und nährstoffreiche Standorte
⭐⭐ 2/5 |
Juli–August Hochwachsende krautige Pflanze mit charakteristischen blauvioletten, helmförmigen Blüten. Botanisch interessant, da die Sälenfjällen nahe an der südlichen Verbreitungsgrenze der Art liegen. |
☠️ Giftig Die Pflanze ist giftig. |
![]() |
Hornemanns Weidenröschen Epilobium hornemannii |
Bäche, Quellen, feuchte Berggebiete und nasse Waldlebensräume
⭐⭐ 2/5 |
Juli–August Niedriges bis mittelhohes Weidenröschen mit rosa Blüten, das feuchte Lebensräume bevorzugt. Die Art ist besonders interessant, da die Sälenfjällen nahe an ihrer südlichen Verbreitungsgrenze liegen. |
|
![]() |
Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare |
Alte Bergweiden, Wiesen und offene Grasflächen
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–August Klassische weiße Wiesenblume mit gelber Mitte. Kommt unter anderem auf alten Bergweiden vor, auf denen die traditionelle Bewirtschaftung erhalten geblieben ist. |
|
![]() |
Rote Lichtnelke Silene dioica |
Alte Bergweiden, Wiesen und nährstoffreichere Standorte
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–August Mehrjährige krautige Pflanze mit rosa bis rötlich-rosa Blüten. Eine der Arten, die auf alten Bergweiden im Gebiet um Sälen vorkommen kann. |
|
![]() |
Wiesen-Sauerampfer Rumex acetosa |
Wiesen, Grasflächen und feuchtere Standorte
⭐⭐⭐ 3/5 |
Mai–Juli Mehrjährige krautige Pflanze mit pfeilförmigen Blättern und kleinen rötlichen Blüten in einem hohen Blütenstand. Kommt unter anderem entlang von Bächen und in feuchteren Lebensräumen vor. |
🫐 Essbar Junge Blätter können sparsam als säuerliche Zutat in Speisen verwendet werden. |
🌾 Einkeimblättrige Pflanzen (eine Auswahl)
| Bild | Pflanze | Lebensraum & Vorkommen | Blüte und Merkmale | Ernte und Verwendung |
|---|---|---|---|---|
![]() |
Taiga-Segge Carex norvegica ssp. inferalpina |
Feuchte Berggebiete, Moore und feuchte Grasflächen.
⭐⭐ 2/5 |
Juni–Juli Kleine Seggenart mit schmalen Blättern und charakteristischen Ähren. 2015 auf Norra Holmen in Transtrand dokumentiert. |
|
![]() |
Schuppenfrüchtige Segge Carex lepidocarpa ssp. lepidocarpa |
Kalk- und mineralreiche Niedermoore und andere nährstoffreiche Feuchtgebiete.
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–Juli Seggenart mit charakteristischen schnabelförmigen Fruchtschläuchen. In einem Niedermoor etwa 500 m nordwestlich von Hösätern in Transtrand zahlreich dokumentiert. |
|
![]() |
Rostbraune Schnabelbinse Schoenus ferrugineus |
Kalkreiche Niedermoore und mineralreiche Feuchtgebiete.
⭐⭐ 2/5 |
Juni–Juli Horstbildende Sauergrasart mit schmalen, steifen Blättern und dunklen bis bräunlichen Ähren. Bei Storkällan, nordwestlich von Dragtjärnåsen in Transtrand, dokumentiert. |
|
![]() |
Schmalblättriges Wollgras Eriophorum angustifolium |
Moore, Sümpfe, Feuchtwiesen und andere nasse Gebiete.
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 |
Juni–Juli Einkeimblättrige Sauergrasart, die weiße, wollige Fruchtstände bildet. Kann in sehr großen Beständen vorkommen und ganze Moore weiß färben. |
|
![]() |
Ruchgras Anthoxanthum odoratum |
Wiesen, Weiden, Wegränder, Bergweiden und offene Grasflächen.
⭐⭐⭐⭐ 4/5 |
Mai–Juni Mehrjähriges Gras, das früh blüht und dichte Blütenstände bildet. Erkennbar an seinem charakteristischen süßen Duft, besonders wenn es als Heu getrocknet ist. Im Gebiet um Sälen und an mehreren Standorten in Transtrand dokumentiert. |
Traditionelle Heupflanze. Eine gezielte Ernte aus Wildbeständen wird nicht empfohlen. |
![]() |
Kriechendes Netzblatt Goodyera repens |
Moosreiche ältere Nadelwälder, insbesondere Fichtenwälder mit hoher Luftfeuchtigkeit.
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juli–August Kleine Orchidee mit immergrünen, netzartig gemusterten Blättern und kleinen weißen Blüten in einem aufrechten Blütenstand. In der schwedischen Roten Liste als gefährdet (VU) eingestuft. In Transtrand dokumentiert. |
Geschützte Orchidee – darf nicht gepflückt oder ausgegraben werden. |
![]() |
Weiße Waldhyazinthe *** Platanthera bifolia |
Niedermoore, feuchte Wiesen und feuchte Wälder.
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–Juli Weißblühende Orchidee mit stark duftenden Blüten, besonders am Abend. In den nördlichen Transtrandsfjällen dokumentiert, unter anderem in einem Niedermoor unterhalb des Osthangs des Öjskogsfjället. |
Geschützte Orchidee – darf nicht gepflückt werden. |
![]() |
Mücken-Händelwurz *** Gymnadenia conopsea |
Niedermoore, kalkreiche Feuchtgebiete und kräuterreiche Bergwiesen.
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–August Orchidee mit dichten Blütenständen und rosavioletten Blüten. In den nördlichen Transtrandsfjällen in einem Niedermoor unterhalb des Osthangs des Öjskogsfjället dokumentiert. |
Geschützte Orchidee – darf nicht gepflückt werden. |
![]() |
Großes Zweiblatt *** Neottia ovata |
Feuchte Wiesen, kräuterreiche Wälder und Niedermoore.
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–Juli Grünblühende Orchidee mit zwei deutlich ausgeprägten, gegenständigen Blättern. In den nördlichen Transtrandsfjällen in einem Niedermoor unterhalb des Osthangs des Öjskogsfjället dokumentiert. |
Geschützte Orchidee – darf nicht gepflückt werden. |
![]() |
Geflecktes Knabenkraut Dactylorhiza maculata ssp. maculata |
Feuchtwiesen, Moore, Moorränder und feuchte Berggebiete.
⭐⭐⭐ 3/5 |
Juni–Juli Orchidee mit gefleckten Blättern und rosa bis violetten Blüten. In den Sälenfjällen dokumentiert, unter anderem bei Hundfjället. |
Geschützte Orchidee – darf nicht gepflückt werden. |
Symbole:
🫐 Essbar
🌿 Traditionelle Verwendung
☠️ Giftig
🌱 Vorkommen:
⭐ 1/5 = sehr lokal oder selten im Gebiet
⭐⭐ 2/5 = selten
⭐⭐⭐ 3/5 = an mehreren geeigneten Standorten vorkommend
⭐⭐⭐⭐ 4/5 = häufig
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 = sehr häufig
Die Blütezeiten sind ungefähre Angaben und können je nach Höhenlage,
Wetter, Schneeschmelze und der Vegetationsperiode des jeweiligen Jahres variieren.
Die Sälenfjällen sind relativ niedrig und das Gestein ist größtenteils
kalkarm. Daher unterscheidet sich die Bergflora von derjenigen vieler
höherer und kalkreicherer Bergregionen. Das Vorkommen variiert außerdem
stark in Abhängigkeit von Wind, Schneedecke, Feuchtigkeit, Höhenlage und
Bodenverhältnissen.





























