Die Geschichte von Sälen – Der Weg durch Sälens Geschichte ist ein Weg in den Spuren der Väter für die Siege der Zukunftvom stillen Bergdorf zum Skiparadies

Ende des 19. Jahrhunderts begannen Menschen aus den größeren Städten, die Berge von Dalarna zu entdecken. Sie kamen nicht dorthin, um in langen Liftwarteschlangen zu stehen und steile Abfahrten hinunterzurasen. Sie kamen nicht einmal, um mit dem Jetset beim Après-Ski abzuhängen oder Glühwein zu trinken. So etwas gab es damals noch nicht. Nein, sie kamen, um die frische Luft, die Stille und die weiten Fjälllandschaften zu genießen. Hier konnte man sich erholen und die Natur wirklich erleben.

Aber welche Freude währt schon ewig.

Eigentlich begann alles schon in den 1520er-Jahren, als Gustav Eriksson aus dem Hause Vasa auf primitiven Skiern vor König Christian II. (genannt „der Tyrann“) durch die Wälder Dalarnas von Mora in Richtung der norwegischen Grenze floh. Gustav (auch Gösta genannt) hatte gehofft, dass die mutigen Norweger ihm im Kampf gegen den dänischen König helfen würden. Doch die bedächtigen, aber loyalen Männer aus Dalarna waren schneller und holten ihn zurück. Einige Jahre später wurde er König von Schweden und legte den Grundstein für das moderne Schweden – das 2023 sein 500-jähriges Jubiläum feierte und immer noch einigermaßen modern ist.

Gut 400 Jahre nach Vasa kam der Journalist und aus Mora stammende Anders Pers auf die Idee, dieses historische Ereignis mit einem Skirennen zu feiern, das über neun schwedische Meilen (90 Kilometer) durch eine Landschaft aus schneebeladenen Ästen und überraschten Elchen führen sollte. Das erste Rennen, Vasaloppet Nummer 1, fand am 19. März 1922 mit ganzen 119 Teilnehmern statt. Doch das Rennen traf einen Nerv stolzen Nationalgefühls in den Herzen der Schweden, und im Jahr darauf prägte der aus Leksand stammende Gustaf Ankarcrona das Motto „In den Spuren der Väter zu den Siegen der Zukunft“. Und so blieb es.

Der Wettbewerb machte das kleine Fjällgebiet jedenfalls in ganz Schweden bekannt. Plötzlich verband man die Region mit Skifahren, Ausdauer und Abenteuer.

Als die Eisenbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts Malung und Lima erreichte, wurde der restliche Weg in die Berge mit Pferd und Schlitten deutlich einfacher. Oben angekommen, warteten in der Sälenstugan auf dem Hochfjäll Bergbauern, die Gäste mit Essen und Unterkunft versorgten. Der Tourismus begann langsam, aber sicher zu einem wichtigen Teil des Lebens in der Region zu werden.

In den 1930er-Jahren machte die Entwicklung einen großen Sprung nach vorn. Das Högfjällshotel eröffnete 1937 und zog noch mehr Besucher an. Bald wurde auch Sälens erste Slalompiste angelegt. 1946 fand der erste Slalomwettbewerb in Sälen statt, und nur wenige Jahre später – 1949 – wurde der erste Skilift in Sälen eingeweiht. Bis dahin ging es mit Pferd und Schlitten nach oben. Danach ging es nur noch bergab.

Die schwedische Variante der amerikanischen Route 66 kann man wohl als die E45 bezeichnen, die von Göteborg bis nach Karesuando führt. Die Reichsstraße 66 ist dagegen die Straße, die unter anderem vom Dorf Sälen über die Sälenfjäll bis zur norwegischen Grenze verläuft. Als diese Straße Ende der 1950er-Jahre fertiggestellt wurde, wurde es noch einfacher, sich in den Sälenfjällen fortzubewegen. Das öffnete die Tür für neue Skigebiete wie Tandådalen, Hundfjället, Lindvallen, Stöten und Kläppen.

In den 1970er- und 80er-Jahren explodierte die Entwicklung. Immer mehr Schweden fuhren im Winterurlaub in die Berge, und Sälen wuchs schnell zu einem der größten Skigebiete des Landes.

Heute zieht Sälen jedes Jahr Hunderttausende Besucher an. Sie kommen wegen des Skifahrens, der Natur und des besonderen Fjällgefühls – genau wie die ersten Touristen vor über hundert Jahren. Der Unterschied ist, dass es heute deutlich mehr Pisten, Lifte und Hütten zum Übernachten gibt. Einige davon gehören zufällig uns.

Die Vasalopp-Woche Ende Februar bis zum ersten Sonntag im März, an dem der eigentliche Vasaloppet stattfindet, zieht etwa 70.000 Teilnehmer sowie tausende begleitende Angehörige an. Zum Glück gibt es in den Sälenfjällen rund 55.000 kommerzielle Betten.

Wir in der Familie Andersson vermieten rund 44 davon in unseren Häusern und Apartments in Gruven und Tangen.

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